Engel mit Herz

Ein Beitrag von Johann Schlieper

Gleich zwei Essensanbieter haben kürzlich den Business Angels ihr Geschäftsmodell vorgestellt: Der erste möchte eine ganze Restaurantkette mit Franchisenehmern auf einem Kontinent aufbauen sowie die eigene Getränkemarke abfüllen und über die Franchisenehmer vertreiben. Das erste Lokal ist bereits in Betrieb und die Kunden rennen die Türen ein. Weitere Lokale sind im Aufbau, Angestellte vorhanden. Ein Businessmodell, das eng getaktet ist, Skaleneffekte aufweist und in dem Optimierungspotenzial sofort umgesetzt wird. Beispielsweise wird anhand des Mobilphones erfasst, ob Kunden wiederholt kommen. Oder: die Kunden bezahlen beim Hinausgehen. Damit wird die Zeit verkürzt, während der sie an den Tischen sitzen, der Tisch ist für die nächsten Gäste frei. Die Gründer sind glücklich, wenn möglichst viele Kunden viel konsumieren und ihre Freunde mitbringen.

Der zweite beschränkt sein Angebot auf die Schweiz und auf eine regionale Spezialität. Diese stellt er zusammen mit seiner Frau selbst her und vertreibt sie an diversen Standorten mit einem mobilen Stand. Nun möchte er zusätzlich ein Restaurant eröffnen und die Produktion der Spezialität mengenmässig ausbauen. Dieser Gründer ist glücklich, wenn seine Kunden glücklich sind und ihm sagen, dass sie sein Angebot schätzen. Und natürlich muss dann auch noch die Kasse stimmen.

Wen soll man nun als Business Angel unterstützen? Beide Start up scheinen erfolgsversprechend – der eine etwas schneller, der andere langsamer und in kleinerem Rahmen. Ist man auf ein reines Geldinvestment aus, so fällt die Wahl wahrscheinlich auf das erste Start up mit den Franchisenehmern. Wer aber auch mit dem Herzen dabei sein will, kann nur beim zweiten Start up glücklich werden, bei jenem Unternehmer, der auch sein eigenes Herzblut in das Geschäft einfliessen lässt und gerne auch das Know how von Business Angels nutzt.

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Auf zur Ent-Digitalisierung

Ein Beitrag von Christian Burger

Da soll noch einer sagen, die Menschen heute interessieren sich nur noch für ihr Smartphone und vernachlässigen die persönlichen Kontakte. Etwas schulmeisterlich gesagt interessieren sie sich nur am Rande für die Hardware. Die Aufmerksamkeit gilt den vielen Dingen, die mit den unzähligen Funktionen und Apps möglich sind: Selfie schiessen, sich selbst finden, wenn man in Strassenschluchten verloren ging, den Fahrplan konsultieren, den Einkaufszettel ergänzen, spielen, chatten – Grenzen sind nicht in Sicht. Kein Wunder, dass Start up in grosser Zahl neue Apps als Geschäft wittern. Insbesondere sind dies diejenigen Start up von digitalisierungsaffinen Gründern, die inzwischen die Mehrheit der Start up-Gründer ausmachen. Der Rohstoff sind die Daten, die von den Nutzern aus eigenem Interesse gratis zur Verfügung gestellt werden, das Mittel ist eine Software und ein mobiles Endgerät. Bleibt die Frage nach dem Nutzen. In einigen Fällen ist es die Zeit, die der Nutzer sich sparen kann. Etwa wenn über die App Schuhe und Kleider gekauft werden können, die passgenau sitzen. Oder der Online-Einkauf samt Lieferdienst von sperrigen Windelpacks. Ein grosser Teil der geplanten App dient aber dazu, Communities zu bilden, Wanderfreunde, Mitarbeitende aus demselben Grossunternehmen, Tennispartner zu finden und sie danach ganz traditionell und analog zu einem persönlichen Austausch oder zum Sport zu treffen, wie damals, in der Zeit vor der Digitalisierung. Sofern die Nutzer beim Treffen nicht bereits wieder die nächste App konsultieren.

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Wozu wird das Geld verwendet?

Ein Beitrag von Pascal C. Kocher

Wer Grosses vorhat, braucht manchmal auch viel Geld. So präsentieren immer wieder Start up ihre Geschäftsideen oder auch schon die ersten Prototypen, mit denen sie die Welt erobern wollen. Nachdem sie voller Enthusiasmus und oft auch überzeugend das Produkt oder die Dienstleistung vorgestellt haben, geht’s zu den Zahlen. Diese Reihenfolge macht Sinn, denn ist die Geschäftsidee nichts wert, braucht man nicht über die Finanzierung zu sprechen. Weil jedoch die Zeit zur Präsentation zeitlich limitiert ist, bleibt für die Zahlen oft wenig Zeit. Die benötigte Summe ist schnell genannt – 300’000, eine halbe Million, selten mehr als eine Million Franken. Je grösser die Summe, umso wichtiger ist es auszuführen, wozu das Geld gebraucht wird. Verschlingt die Entwicklung des Prototyps den Grossteil der benötigten Summe, ist es der Aufbau eines Vertriebsnetzes oder das Marketing? Oder sind es gar die Löhne des Gründerteams, die einen beträchtlichen Teil der Investitionssumme der Business Angel vertilgen? Werden keine Angaben zum Zweck des investierten Geldes gemacht, so kann letzteres nicht ausgeschlossen werden. Doch nichts rentiert für Business Angels weniger als Investitionen in einen gehobenen Lebensstil der Gründer.

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Engagierter Einstieg vor dem profitablen Ausstieg

Beitrag von René Trauffer —

Der Titel tönt selbstverständlich – die Realität ist aber oft anders. Die Gründer von Start-up Unternehmen präsentieren den Business Angels in der Regel mit viel Enthusiasmus ihre Geschäftsidee, ihre Marktüberlegungen und ihre Umsatz- und Ergebniserwartungen. Dabei kann es sein, dass das Geschäftsmodell bzw. die angedachten Dienstleistungen und Produkte sich noch in Entwicklung befinden und noch keine greifbaren Resultate vorliegen. Es kommt aber auch vor, dass bereits erste Markterfahrungen und Verifizierungen gemacht wurden. In beiden Fällen können Business Angels nützlich sein, um dank ihrer eigenen Berufserfahrung die Geschäftshypothesen kritisch zu hinterfragen. Sofern die Annahmen und Umsetzungspläne schlüssig sind können sie die Jungunternehmen auch in Managementfragen aktiv begleiten und gegebenenfalls ein persönliches Investment vornehmen. Auffallend und manchmal sogar irritierend ist aber, dass sehr oft das Geschäftsmodell erklärt wird und gleich auch schon der mögliche Ausstieg bzw. Exit angedacht wird – verbunden mit einer meist phantasievollen Bewertung. Wesentlich überzeugender wäre es, wenn die Gründer ihr eigenes persönliches und finanzielles Engagement konkret erklären können und wie sie das Unternehmen selber mittel- und sogar langfristig entwickeln möchten. Der Gedanke dahinter ist natürlich, dass von ihren Ideen überzeugte Firmengründer ihr Unternehmen oft auch behalten möchten. Erfahrene Investoren wissen aus eigener Erfahrung, dass ein Unternehmen erst mit erfolgversprechenden Umsätzen und finanziellen Ergebnissen mit einer guten Bewertung rechnen kann. Dannzumal ist eine befriedigende Realisierung des Investments viel besser möglich und erlaubt den Firmengründern falls gewünscht auch ein Weiterführen des Unternehmens unter ihrer eigenen Aegide.

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Von der Kunst der richtigen Namenswahl

Beitrag von Jan Fülscher —

Wie soll das Baby denn heissen?

Dieser Frage müssen sich nicht nur angehende Eltern, sondern auch Unternehmensgründer stellen. Im Vergleich zu Unternehmensnamen ist die Namenswahl für Menschen recht überschaubar.

Einschränkungen für Unternehmensnamen gibt es einige. Da ist einmal der Wunsch, dass aufgrund des Namens klar wird, was das Unternehmen produziert oder welche Dienstleistung es anbietet. Das führt dazu, dass es in Branchen mit vielen Anbietern schwierig wird, einen noch nicht besetzten Namen zu finden.

Wortkombinationen, Anglizismen und beides zusammen führen zu wilden Wortblüten, die erklärungsbedürftig werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Abkürzungen von Wortkombinationen zu bilden, damit der Unternehmensname nicht die ganze Zeile im Briefkopf ausfüllt – ebenfalls mit hohem Erklärungsbedarf.

Sobald ein Team das Unternehmen ins Leben ruft oder Investoren ins Boot geholt werden sollen, fallen auch einfache Namen wie Maler-Müller oder Spenglerei Meier weg. Ausserdem sind auch rechtliche Aspekte in der Namenswahl für Unternehmen und Marken zu berücksichtigen. Bei internationaler Geschäftstätigkeit soll der Name in andern Ländern nicht bloss ausgesprochen werden können, sondern auch keine lächerliche oder anrüchige Konnotation haben. Im Gegenteil: der Name soll angenehme und ansprechende Assoziationen hervorrufen – in welcher Sprache auch immer. Den richtigen Namen fürs Unternehmen zu finden, bereitet einiges Kopfzerbrechen.

Manchmal gelangt man aber eher zum Ziel, wenn auch dem Bauchgefühl, der Intuition oder spontanen Einfällen Platz eingeräumt wird. So wie jenes Start up, dessen stilisierte Zeichnung des Produktes die kleine Tochter eines Gründers an zwei springende Delfine erinnerte. Der Unternehmensname war geboren.

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Den Faktor Mensch nicht vergessen

Beitrag von Felix Roth —

Due Dilligence ruft meist Gedanken an Zahlen, Risikoabschätzung, rechtliche Abklärungen, kurz: an Faktendurchsicht wach. Weniger Beachtung findet dabei oft der Faktor Mensch: das Team oder die Geschäftsleitung. Doch gerade bei Start ups, die zumeist noch klein sind, fällt ein Team oder der einzelne Mensch stark ins Gewicht. Wie wird denn ein Mensch einer Due Dilligence unterzogen? Welches sind die Kriterien?

Ich empfehle, genau zu beobachten und zuzuhören. Etwa, wie Personen aus dem Team mit den Kunden sprechen. Aber auch, wie sie von diesen Gesprächen später im Team erzählen. Daraus kann die Wertschätzung der Person andern Menschen gegenüber beobachtet werden. Herauszuhören ist dabei auch die Selbsteinschätzung einer Person und auch ihre Fähigkeit zur Selbstreflexion. Denn wer spricht, spricht auch immer über sich selbst durch die Art und Weise seines Sprechens. Wichtig ist auch, dass das Reden und Handeln kongruent sind. Nur so kann ein Start up Glaubwürdigkeit und das Vertrauen seiner Kunden, Investoren und weiterer Stakeholder aufbauen.

Aufschlussreich ist auch der Umgang mit Problemen und Fehlern. Tauchen Personen oder Teams bei Problemen ab und verweigern die Kommunikation, sind sie nicht in der Lage, Probleme zu lösen. Es braucht nicht jedes Problem sofort oder vollständig gelöst zu werden, es sollten sich jedoch Entwicklungen hin zu einer Lösung abzeichnen. Und nicht zuletzt ist das eigene Bauchgefühl nicht zu unterschätzen. Denn dieses zeigt, ob das Vertrauen als Investor ins Team und die Führungskräfte ungetrübt ist.

Due Dilligence für Start ups bedingt, auch die sogenannten weichen Faktoren zu beachten.

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Mehr Transparenz

Beitrag von Jan Fülscher —

Viele Zwischenhändler verteuern ein Produkt und lassen dem Produzenten oft nur einen verschwindend kleinen Anteil am Kuchen. In der Lebensmittelbranche ist dies besonders bei importierten Produkten aus Schwellenländern zu beobachten.

Mehr Transparenz forderten deshalb schon länger diejenigen, die bereit waren, einen höheren Preis für ein Produkt zu bezahlen, wenn im Gegenzug dem Produzenten ein Mindestertrag garantiert ist, der über dem bisherigen liegt. Eines dieser Modelle ist Max Havelaar.

Möglich ist auch eine rein betriebswirtschaftliche Betrachtung ohne ethisch-moralische Ansprüche. Damit bezahlt der Endkunde für das Produkt gleich viel wie zuvor. Damit mehr in den Geldbeutel des Bauern fliesst, werden die verschiedenen Zwischenhändler ausgeschaltet, die bisher alle ein Stück des Kuchens ergatterten.

Ein Start-up hat sich dieses Modell auf die Fahne geschrieben. Zwar nutzen sie immer noch die Container, Lastwagen und Schiffe der Zwischenhändler für den Transport der Produkte als Dienstleistung, kaufen die Ware aber direkt dem Bauern ab. Die Produkte stellt das Start up auf ihre Plattform, wo die Verarbeiter sie kaufen können. Letztere erhalten so mehr Transparenz über die genaue Herkunft ihrer Produkte. Dasselbe gilt für die Bauern. Sie erfahren beispielsweise, welche ihrer Produkte eine höhere Qualitätsstufe erreichen und profitieren auch vom höheren Verkaufspreis.

Ein einfaches und gutes Modell, von dem alle profitieren, welche zur Qualität des Produkts beitragen.

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Vom Echo im Silicon Valley geblendet?

Beitrag von Jan Fülscher —

Eloquent, mit sicherer Stimme und gutem Auftreten, so trug der Gründer kürzlich den Business Angels sein Produkt vor: ein technologisches System, kleiner und sparsamer im Stromverbrauch als die bestehenden.

Er war bereits im Silicon Valley, um bei den Technologiefirmen den Bedarf an seinem Produkt abzuklären. Interesse sei durchaus vorhanden – beispielsweise von Google. Konkurrenzfirmen mit ähnlichen Produkten seien alle von Technologiekonzernen gekauft worden. Doch zuerst braucht er für den Prototyp Geld, das Google noch nicht lockermachen will.

Doch die Business Angels stellen Fragen, bevor das Geld fliessen soll. Die Anwendungsmöglichkeiten des Systems? In der Robotik, virtual reality oder smart glasses, so die Antwort. Ein weites Feld, ein konkreterer Einsatz wird auch vom Gründer nicht klarer definiert. Es ist durchaus möglich, dass heute noch niemand sich denken kann, wofür das System morgen zu tausenden eingesetzt wird. Zumal es auch noch ein langer Weg ist, bis das System ausgereift ist. Denn der nun geplante Prototyp ist erst ein Zwischenschritt. Zudem weicht das anfänglich so überzeugende Auftreten des Gründers mehr und mehr der Unsicherheit.

So richtig warm wird niemand mit dem Projekt. Der Gründer hat sich zwar die Mühe gemacht, das Potenzial im Silicon Valley abzutasten. Vom wahrgenommenen Erfolg dort liess er sich aber wohl blenden und verpasste dabei zu überlegen, welches die grundlegenden Fragen derjenigen Personen sind, die sich finanziell an seinem System beteiligen sollen…

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Reich werden zu wollen bringt (finanziellen) Erfolg

Die meisten Start up präsentieren voller Begeisterung ihre Idee, ihr Produkt, dessen Reifegrad und ihr Wissen. Geht es dann aber um die Finanzen, so werden sie zurückhaltender und gehemmter, denn über Geld spricht man nicht. Schon gar nicht vor fremden Menschen. So wurde es den meisten schon als Kind eingeimpft.

Es gibt nun aber verschiedene Gründe, sich selbstständig zu machen. Das MIT (Massachusetts Institute of Technology) hat in einer Studie Unternehmer zu ihrem Hauptgrund befragt, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Das Ergebnis liess sich in drei ungefähr gleich grosse Gruppen aufteilen. Ein Drittel macht sich selbstständig, um nicht mehr fremdbestimmt zu sein, die Zeit frei einteilen und Prioritäten setzen zu können, um keinen Chef mehr zu haben oder gar von den Mitarbeitenden in Ruhe gelassen zu werden. Dieser Kategorie genügt oft ein kleines Büro oder eine Garage, um ihrer Berufstätigkeit nachzugehen. Ihre Ansprüche sind bescheiden, der Unternehmenserfolg meist mässig.

Das zweite Drittel gründet ein Unternehmen, um eine Technologie oder Geschäftsidee umzusetzen und die Welt damit zu beglücken. Dies sind eher die Techniker, die voller Begeisterung zu ihrem Produkt sind, sich aber wenig Gedanken darüber machen, wie sie Geld verdienen.

Die dritte Kategorie schliesslich hat das Ziel reich zu werden – mit welchen Ideen und Geschäftsmodellen auch immer.

Erstaunlicherweise – so ergab die Studie – werden diese auch tatsächlich reich. Vielleicht sollten Start up weniger Hemmungen haben, reich werden zu wollen. Der finanzielle Erfolg kommt laut der Studie dann von selbst.

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Den Kundennutzen ins Zentrum stellen

Beitrag von Luzi von Bidder —

Das Problem ist bekannt: bezahlbare Wohnungen in der Stadt Zürich sind rar, kommen sie überhaupt auf den Markt, so stehen bei der Besichtigung hundert Personen in der Schlange. Ein Missstand, befand ein Start up, den es mit einer App samt einer Wohnungsplattform mit entsprechenden bezahlbaren Angeboten angehen will. Setzt ein Vermieter seine Wohnung auf die Plattform, so werden die in Frage kommenden Mieter über den Besichtigungstermin informiert und Tierhalter oder Teppichbodenallergiker können vorab mit dem Vermieter chatten, ob ersteres erlaubt oder zweiteres ein Problem sein könnte. Findet der Mieter so seine Traumbleibe, bezahlt er dem Start up eine Vermittlungsgebühr, die zu einem Teil an den Vermieter fliesst.

Alles top – für den Mieter. Um die Wohnung überhaupt vermitteln zu können, ist das Start up aber auf die Vermieter angewiesen. Diese müssen als Kunden gewonnen werden. Doch wo liegt deren Nutzen, da doch erschwingliche Wohnungen meist über Beziehungen und unter der Hand neu vermietet werden? Ausserdem ist die Zahl der bezahlbaren Wohnungen in Zürich, die nicht der Stadt oder einer Genossenschaft gehören und für die lange Wartelisten bestehen, so klein, dass sich die Frage nach dem Gewinnpotenzial und dem Anreiz für die Vermieter als Kunden aufdrängt.

Eine Problematik, die das noch nicht aktive Start up mit  gestandenen Unternehmen teilt: Eine unbefriedigende Situation verlangt nach einer Lösung. Von der Lösung profitiert aber ein anderes Kundensegment als dasjenige, das zur Lösung beitragen müsste. Nötig ist dann der klare Fokus auf eine Kundengruppe, deren Nutzen massgeblich ist für die Gestaltung des Produktes.

Für das Start up sind die Einwände der Business Angel eine Chance. Es hat die Methode « Lean Startup » verstanden, testet nun die Hypothese, dass die Bedürfnisse ihrer Kunden nicht die selben wie die der Mieter sind, versucht sie zu widerlegen – oder sich an die veränderte Ausgangslage anzupassen.

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