Die erfolgreiche Investorenpräsentation
Die Art Ihrer Präsentation hat einen erheblichen Einfluss auf das Interesse der Investoren.
Bitte gehen Sie nicht davon aus, dass die Teilnehmer Ihre Unterlagen vorab gelesen haben. Es ist in der Branche üblich, dass die Teilnehmenden zuerst Ihre Präsentation hören und dann entscheiden, ob und wie sie weitermachen.
Sie finden auf dem Internet zahllose Tipps und Tricks und wir empfehlen Ihnen unbedingt, diese anzuschauen und das zu übernehmen, was Ihnen passt und gefällt.
You never get a second chance to make a first impression.
Bitte nehmen Sie sich Zeit für das Zusammenstellen und Üben Ihrer Präsentation. Wir können Ihnen keine zweiten Präsentationstermin geben.
Für die Vorbereitung sollten Sie rund einen Tag Arbeitsaufwand rechnen (ca. 1 Stunde pro Seite). Sie sollten die Präsentation ausserdem etwa zwei Mal gehalten haben. Sie sollten den Inhalt der Folien einigermassen auswendig kennen, damit Sie nicht ablesen müssen. Stellen Sie sich auf 10 bis 12 Minuten Zeitbedarf ein, denn im «Ernstfall» sind Sie langsamer und brauchen mehr Zeit. 15 Minuten sind aber bei BAS das Maximum.
Im Lokal haben wir normalerweise einen Beamer zur Verfügung, aber nicht immer einen PC. Nehmen Sie bitte im Zweifel selbst ein Laptop mit, inkl. Netzteilen und Adaptern für den Beamer. Ausserdem ist es gut, wenn Sie die Präsentation auf einem Memory Stick dabei haben. Internet haben wir nicht zur Verfügung - falls Sie einen Internet-Anschluss benötigen, so richten Sie bitte Ihren PC entsprechend ein.
Die folgende Zusammenstellung gibt Ihnen einige Hinweise, welche Inhalte wir in den 15 Minuten erwarten (teilweise angelehnt an Arbeitsmaterial von Jean-Pierre Vuilleumier, CTI Coach):
Seite 0:
Deckblatt |
- Firmenlogo und Slogan
- Anlass
- Referenten
- Datum
- Telefon, Mail, Adressen
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Seite 1:
Das Problem |
- Welches Problem lösen wir?
- «Make this world a better place»
- Erhöhen der Lebensqualität
- Korrektur eines Missstandes
- Bewahren von etwas Gutem
- Wo drückt den Kunden der Schuh?
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Seite 2:
Unsere Lösung |
- Spezifische Vorteile unseres Produkts
- «USP» = «Unique Selling Proposition» = Schlüsselerfolgsfaktoren, strategische Erfolgspositionen
- Die wichtigsten drei Vorteile (nicht mehr)
- Bild des Produkts
- Mehrwert für Kunden / Partner (Distributoren)
- Weitere Produkte / Anwendungen, an die wir denken
- Patente / Schutzrechte
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Seite 3:
Wie und warum es funktioniert
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- Erläuterung der Besonderheit, Spezialität hinter Ihrem Produkt, Ihrer Dienstleistung
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Seite 4:
Der Markt |
- Marktpotential (Grösse, Wachstum):
- Insgesamt relevanter Markt
- Zielmarkt für unsere Anwendung
- Top-Down («1% aller Einwohner von D-A-CH») vs. Bottom-Up («im ersten Jahr 50 Kunden, im zweiten 150»). Bottom-Up-Zahlen sind in der Regel glaubwürdiger.
- Kundenliste (Logos), am besten echte Kunden. Vorsicht - es ist möglicherweise jemand von der Firma anwesend.
- Markteinführungsstrategie
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Seite 5:
Die Mitbewerber |
- Struktur des Marktes (Text / Grafik)
- Namen der Mitbewerber
- Andere Technologien, welche das gleiche Problem lösen (z.B. Nassrasierer vs. Trockenrasierer)
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Seite 6: Wertschöpfungskette und Geschäftsmodell |
- Graphische Darstellung, wie Ihr Geschäft funktioniert (Zusammenhänge zwischen Lieferanten, Ihnen, Partnern, Kunden)
- Leistungsflüsse und Geldflüsse
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Seite 7:
Die Umsetzung |
- Was wir erreicht haben:
- Kunden (wichtige Zwischenresultate)
- Erworbene Schutzrechte
- Technologische Resultate
- Partnerschaften
- Forschungsprojekte
- Staatliche Förderung
- Zukunft (wann was?)
- z.B. Schlüsselmitarbeiter einstellen bis September
- Bezug der eigenen Räume im Sommer
- Finanzierung bis Frühherbst sicherstellen
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Seite 8:
Finanzen |
- In einer Tabelle die wichtigsten Kennzahlen für die letzten zwei (falls sinnvoll) und nächsten fünf Jahre
- Typische Kennzahlen:
- Anzahl Mitarbeitende
- Umsatz
- Cash Flow
- Kumulierter Cash Flow = Kapitalbedarf
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Seite 9:
Team, Verwaltungsrat, Beirat
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- Management:
- Name, Funktion, Ausbildung, Abschlüsse,
- Berufserfahrungen, Gründungserfahrung ...
- Verwaltungsrat:
- Name, Funktion, Ausbildung, Abschlüsse
- Berufserfahrungen, Gründungserfahrung …
- Beirat:
- Bekannte, erfahrene Persönlichkeiten (fachlich, unternehmerisch)
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Seite 10:
Angebot / Wunsch |
- Finanzierungsangebot: Wieviel Geld, welche Gegenleistung
- Zeitraum
- Andere gesuchte Unterstützung - Verwaltungsrat, Beirat, Netzwerke, ...
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Hier noch einige Aussagen, die Sie bitte besser nicht machen sollten:
- «Unsere Finanzplanung ist konservativ» - das wird die Zukunft zeigen müssen
- «Gemäss Marktforschungsfirma XY, … wird unser Markt in fünf Jahren 100 Millionen Dollar betragen» - auch das wird die Zukunft zeigen müssen
- «Nächste Woche wird der Vertrag mit dem Grosskunden unterschrieben» - warum sind Sie dann da?
- «Sobald wir Geld haben, stellen wir Schlüsselmitarbeiter ein» - sind die Schlüsselmitarbeiter nur durch Geld motivierbar?
- «Wir sind bereits in Verhandlung mit etlichen Investoren» - warum haben diese noch nicht unterschrieben?
- «Grossfirmen sind zu alt, zu dumm und zu langsam, um uns gefährlich zu werden» - Überheblichkeit ist sehr gefährlich
- «Wir schützen uns mit Patenten» - Das Verteidigen von Patenten ist im Alltag sehr teuer und aufwendig
- «Wir müssen nur 1% des Marktes erobern» - das mag sein, aber wieviel kostet es, so weit zu kommen?
- «Wir haben den First Mover Advantage» - kann ein Nachteil sein, denn Sie müssen den Markt öffnen
- «Unser Team (alle aus der gleichen Firma, dem gleichen Kurs) ist Weltklasse» - das ist sehr unwahrscheinlich
- «Es gibt keine Mitbewerber» - es gibt immer Mitbewerber
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